02. Dezember 2011

Abschluss- und Trendbericht 23. Corporate Media 2011 23. Corporate Media am 2. Dezember 2011 – Europäische Meisterklasse in Stuttgart geehrt
Master of Communication Europe 2011 für Master-Leistungen an Quintessenz Verlags-GmbH
Beste Medien-Lösung im Cluster Public Media: ECHT KAPIERT – SICHER?! plonsker media gmbh
Beste Medien-Lösung im Cluster Science Media: European Inventor Award 2011, G+K Filmproduktions AG
Bestes Medienkonzept 2011: „Orte der Repression in SBZ und DDR“ HdG - szenaris gmbh zeichnet Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland aus

Stuttgart/Waiblingen.Wer in der Medien- und Kommunikationsbranche zu den ersten übernationalen Leistungsadressen zählt, hat sich am 2. Dezember 2011 in Stuttgart getroffen. Nicht mit großer Lippe, nur mit großer Leistung. Nach fast 35 Wettbewerbsjahren, davon 23 Jahre rankingfrei mit weit über 4.000 individuellen Qualitätsanalysen, gehört Corporate Media mit vielen Neuerungen weiter zur europäischen Leitplattform des Media-Controllings. Kommunikationswissenschaftlich begründet finden in Purpose Information 2011 neben dem Mediencluster „Corporate Media“ erstmals „Public Media“ und „Science Media“ gleichberechtigt statt.

“development of culture in european communication“: Die Kulturentwicklung in der europäischen Wirtschaftkommunikation und Qualifizierung im 2. Jahrzehnt des 3. Jahrtausends findet statt. Beteiligt sind weniger geschwätzige Medianten oder Plagiatoren und nicht einmal Hochschulen der Kommunikationswissenschaften und Medien. Ihnen fehlt immer noch die Neuorientierung der „Kommunikationswissenschaften der Mikrokommunikation“.
Wer mit Wirkungszielen kommuniziert, definiert immer Kommunikationswirkung zuerst, ehe Medien, neue Distributionsformen und spezifische Medienwirkungen gefragt sind. Nicht umgekehrt. Wieder einmal sind innovative Autodidakten und generalistisch bewegliche Experten Schrittmacher – mit dem üblichen Anteil lern- und beratungsresistenter Besserwisser. Dieser unterschiedliche Ansatz zu weltweiten Festivals jeder Art ist im Jahr 2011 besonders sichtbar geworden. Corporate Media mit seinen unterschiedlichen Medien, Netzlösungen, Konzepten oder Tools ist an keiner Stelle, keiner ähnlichen Aufgabenstellung und keiner übereinstimmenden Distributionsform vergleichbar. Bewertbar sind nach objektivierten Prüffragen selbstverständlich handwerkliche Gewerke. Zum Verständnis etwa einer Auswahl von „Master-Excellencen“ wie die zahnmedizinische „Kommunikation der Zellen“, der „European Inventor Award 2011“, „BZgA Mach`s Mit: Fischen“, „Der Insider“, „Murphy`s Law“, „Porsche Identität“, „Orte der Repression in SBZ und DDR“, „R&D Management Training: The Impact of Decision Making“ oder „www.praktiker.de“ gehört zwingend die Kultur und Methodik der objektivierten differenzierten Bewertung. Öffentliche Adressierungen, etwa mit informatorischen Lernzielen, sind in den Clustern Corporate, Public und Science niemals vergleichbar. Kultur steht auch wieder für Respekt vor Rezipienten, für Datensicherheit, Offenheit, Verlässlichkeit und humanistische Wertigkeiten.
Diese Maßstäbe zu setzen und sich diesen Maßstäben zu stellen war auch 2011 die Besonderheit von Corporate Media. Eine besondere Weihnachtsüberraschung bekam der diesjährige Keynote-Sprecher Alexander Ammann (…die Folgen von Kommunikationskompetenz…). Als Preisträger „Master of Communication Europe“ fand der Geschäftsführer der Berliner Quintessenz Verlags-GmbH den Laudator Fred Oed. Oed, vormals TC Studios Ludwigsburg, heute Besitzer eines Brauhauses, hatte Ammann vor 33 Jahren als seine rechte Hand in die Branche geholt.

MasterMonitoring und Trends In den Trendanalysen und dem Jury-Bericht berichtete der Jury-Sprecher und Medienberater Jürgen Faust die Reflektionen des jurierenden Expertengremiums: Haben die Auftraggeber und Dienstleister zu viele Ziele und Zielgruppen auf einmal erfasst? Haben geplante Kommunikationswirkung oder begrenzte Budgets Medien und Dienstleistung bestimmt? Konnte das Medium und der Distributionskanal überhaupt die Adressaten ansprechen? Wurden die Wirkungsziele mit der spezifischen medialen Umsetzung erreicht? Aus Jury-Sicht befinden sich auch einige erste Adressen weiter in einem dynamischen Lern-Prozess. Noch profitieren meist einfallslose App-Entwickler von dem "iPad-Effekt", aber Auftraggeber werden kritischer. Bei Online & mobilen Lösungen hat man einen Trend noch nicht überall erfasst: Nutzer erwarten zunehmend das Hineinzoomen in das Detail 'reinzoomen' kann oder darf, ist es nicht mehr zeitgemäß bzw. widerspricht den aktuellen Erwartungen von Nutzern.

Trend 1: Der Boom des Health Care
Überdurchschnittlich viele Einreichungen kamen dieses Jahr aus dem Bereich Health Care. Waren die Jahre zuvor signifikant vom Automobilsektor dominiert, so hat sich dieses Gewicht in Richtung Life-Science verschoben. Ob Diagnostik, spezielle Therapieverfahren oder individualisierte Medizin – kein Thema scheint den Auftraggebern zu schwer, um es nicht in eine ansprechende filmische oder mediale Form gießen zu können. Besonders beeindruckt haben die atemberaubenden 3-D Animation, die an raumgreifender Realistik kaum zu übertreffen sind. Die Juroren werten diese Entwicklung als einen weiteren Schritt in Richtung Professionalisierung von Corporate Media-Lösungen.

Trend 2: Der Trend zur Reduktion
Wer sich auf die Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner der diesjährigen Einreichungen macht, kommt um diesen Begriff nicht herum: REDUKTION. Die Beschränkung aufs Wesentliche zieht sich wie ein roter Faden durch beinahe alle Filme und Medien. Was bedeutet: weniger Pathos, weniger Zeitaufwand, weniger Tränendrüse als die Jahre zuvor. Dem Genre tut das gut. Viele Filme wirkten konzentrierter, sachlicher - ja man ist fast geneigt zu sagen: weniger aggressiv. Deutlich steht die Kernaussage im Mittelpunkt. Auch auf der Tonspur ist dieses Ringen nach Verdichtung spürbar. Wenngleich bei manchen Musikeinspielungen noch Luft nach oben ist. Endgültig vorbei scheinen die Tage der hohlen Marketingfloskeln zu sein. Gott sei Dank, möchte man hinzufügen! Reduktionistische Tendenzen lassen sich selbst in den Filmideen finden; zum Beispiel, wenn statt aufwendiger Postproduktion einfache Legetricks mit comicartigen Strichzeichnungen oder kunstvoll arrangierte Fotografien zur Anwendung kommen. Diese auferlegte Beschränkung ist nicht nur eine Reminiszenz an längst vergangene Tage, als die Bilder laufen lernten, sondern eine Hommage an die Einfachheit. Dieser stets mit Finesse eingesetzte Retro-Look spiegelt möglicherweise die Sehsüchte nach Klarheit in einer immer komplexer werden Welt wieder. Die Juroren wurden davon überzeugt, dass auch eine einfache Idee - gekonnt umgesetzt - viel Charme entfalten kann.

Trend 3: Der Trend zur Authentizität
Dieser Trend ist nicht neu. Er hat sich lediglich fortgesetzt und verfestigt. In den letzten Jahren war der Shift in Richtung „mehr Glaubwürdigkeit“ bereits deutlich zu spüren. Dieses Jahr aber steht fest: Lösungen, die künstlich und aufgesetzt wirken, funktionieren nicht mehr. Werbung wird schlichtweg ausgeblendet, wenn sie zu laut oder impertinent ist. Sie landet ungesehen im Äther. Nicht anders ergeht es dem Unternehmensfilm. Das Dilemma für Auftraggeber liegt auf der Hand: Ist der Film zu allgemein, der Netzauftritt zu platt, fürchtet der Auftraggeber um seinen Nutzen - ist er zu werblich, hat er beim Zuschauer verloren. Endgültig vorbei ist die Zeit der auftrumpfenden Gesten und peinlich inszenierten O-Töne. Die Juroren konstatierten die Entwicklung zu mehr Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit.

Trend 4: Der Trend zu mehr Bewegung
Das Urteil der Juroren: Es geht mit Tempo voran. Das zentrale Moment vieler Filme ist die Bewegung - innerliche wie äußerliche. Kreative nehmen die Bezeichnung des „Business Movie“ wörtlich und übersetzen ihre Botschaft in bewegende Momente, vor allem aber in bewegte Bilder. Auffallend deutlich hat sich die Bildsprache über die Jahre verfeinert. Die Kamera 2011 ist ständig in Bewegung. Sie fährt elegant durch Räume oder an Objekten vorbei, schwenkt, zoomt oder bezieht bewegende Lichteffekte mit ein. Alle Bewegungsmomente fließen durch eine geschickte Montage kunstvoll ineinander. Der Clou: die Kran- und Hubbewegung ist dieses Jahr besonders oft zu beobachten. Die feststehende Kamera und das langweile Sujet scheint ein Relikt vergangener Tage zu sein. Die Juroren ziehen daraus den Schluss, dass sich die Ansprüche und Sehgewohnheiten, signifikant geändert haben. Die Medien von Corporate -, Public - und Science Media müssen sich nicht verstecken. Filmisch haben die ersten Adressen Spielfilmniveau erreicht.

Trend 5: Der Trend zur DSLR-Technik
Die Aufnahmetechnik ist heute eine neue: Die DSLR-Technik, womit hochauflösende Fotokameras mit großen Chips gemeint sind, hat sich auf breiter Front durchgesetzt. Mit den filmenden Fotokameras, die sich mit Wechselobjektiven bestücken lassen, kann heute kostengünstiger produziert werden. Was letztlich bedeutet: viel Bild für wenig Geld. Nachdem auch die Beiträge innovativer Fernsehmagazine mit solchen Hybridkameras gedreht werden, scheint der Durchbruch dieser Technik kaum verwunderlich. Zudem bietet die Mini-Kamera mit der Full-HD-Auflösung eine bestechende Qualität. Aber: Konzeptionelle Schwächen lässt der Zuschauer noch durchgehen - aber keine dilettantischen Bilder.

Das Opening 24. Corporate Media 2012 – The European Masterclass beginnt im April 2012. Online-Anmeldungen sind ab Jahresbeginn 2012 möglich. Informationen – Bilder – Filme sind abrufbar unter www.corporate-media-masteraward.com.
Quelle: Medienreport 02.12.2011 Rolf G. Lehmann – Medienreport Verlags-GmbH, European Masterclass Community, Hegnacher Str. 30, D-71336 Waiblingen, Tel. +49 (0)7151-23331, Fax +49 (0)7151-23338, www.medienreport.de, www.corporate-media-masteraward.com, info@medienreport.de.