03. Dezember 2010

Abschluss- und Trendbericht 22. Corporate Media 2010 22. Corporate Media am 3. Dezember 2010 – Europäische Meisterklasse in Stuttgart geehrt
Social Media, 3D & App-Geschäftsmodell: Medienkompetenz³ im exklusiven Expertenforum
Avantgarde Acoustic`s Erlebnisse in Film-Design und Klangdesign im audiophilen Weltformat
Bestes Medienkonzept 2010: szenaris GmbH zeichnet „Nachbarschafft Hilfe“ von CURRENTA aus

Stuttgart/Waiblingen.Corporate Media begleitet im dritten Jahrzehnt als Medien- und Meisterwettbewerb Corporate Media. Allerorten und weltweit geht inzwischen der von Rolf G. Lehmann geprägte Sinnbegriff Corporate Media um. Manchmal als Worthülse vermeintlicher Kompetenz, neuerdings gern als irreführendes Geschäftsmodell. Mit Recht aber in Unternehmen, Behörden, Institutionen und Ministerien, in neuen Berufsbezeichnungen und Gewerkeausbildungen selten in Hochschulen. Und klar gehörte die erste Corporate Media-Messe CeBIT dazu, als ihr Schwerpunkt noch Wirtschaftskommunikation war und ihr Ort Weltpräsentationspunkt von Medien- und Informationstechnologien.
Marktentwicklung durch Marktqualifizierung im europäischen Wettbewerb, herausragende Bewertungskompetenz und höchste Sauberkeit in der Analyse und Bewertungsmethodik ohne Einflussnahme war und ist Grundlage von Corporate Media geblieben. Die Wurzeln wurden Ende der 70er Jahre gelegt. Nur wer sich den aufwendigen individuellen Prüfungen, bei komplexen Tools und Kommunikationskonzepten zwingenden Eigenpräsentationen vor ausgewählten Expertengremien gestellt und definierte Leistungsgrenzen überschritten hat, trägt heute zu recht die Masterauszeichnung „Member of the European Masterclass Community“.
Im Gegensatz zu allen späteren Veranstaltungen gibt es bei Corporate Media kein Gold oder Silber, keinen ersten oder zweiten Platz. Die Preisträger kennen dagegen ihre fein differenzierte exakte Leistungsgesamtkennziffer ihrer detailreichen Qualitätsanalyse. „Wir konnten dank dieser Qualitätsanalyse unsere Jahresbudgetierung über 14 Millionen Euro für markenstrategische Maßnahmen wieder durchsetzen“, so der Projektmanager eines Automobilunternehmens.

Rund 100 Medienexperten und Manager erster Adressen trafen sich am 3. Dezember 2010 in dem exklusiven Expertenforum der MasterGallery und der Preisverleihung der 22. Corporate Media. Entscheider von Bosch, CURRENTA, einer Bayer-Tochter, und MairDumont sowie ihre Dienstleister präsentierten und diskutierten Strategien und Lösungen. Aus den Themen über das Medienmanagement globaler Mediendatenbanken, ein brillantes Konzept von Social Media im doppelten Wortsinn oder ein App-gestütztes Geschäftsmodell am Fallbeispiel „Städteinformation und Berlin“ konnten eine Vielzahl nützlicher Arbeitsimpulse gewonnen werden. Rund 60 weitere, zum Teil komplexe Medienkonzepte, Filme, Online-Lösungen und Tools standen im weiteren Mittelpunkt der MasterGallery.
Corporate Media begann 2010 mit einem herausragenden Experten-Opening zusammen mit der 30. Medientrends – Medienkompetenz in Bad Dürkheim. Im Verlauf des Jahres konnte nach der neuen Option des zeitlich ungebundenen Mediencontrollings mit der Online-Registration ein plus von 10 % mehr Einreichern erzielt werden. Leider mit weniger Einreichungen pro Unternehmen. Ein Hinweis, dass die Prüfpartner wirklich nur das Beste melden. Die Jurierung im Seminarisresort Bad Boll hat 2010 nicht nur an alte Kontakte angeknüpft – die für die Jury-Arbeit erforderliche moderne Medienausstattung gehört hier zum Standard. Die hochrangig besuchte Preisverleihung mit Oberbürgermeister Christof Bolay und der Moderatorin Angela Frönicke, der bekannten Publizistin und Coachin für das darstellende Musiktheater (www.emotionsgeladen.de), wurde von Jury-Sprecher und Medienberater Jürgen Faust geprägt. Aus seinem Medienmonitoring der Maßstäbe, der Realitäten und der nahen Zukunft zeigte das Jahresleitthema 2011, wo im kommenden Jahr Akzente zu setzen sein werden: „development of culture in european communication“. Als bestes Medienkonzept zeichnete Klaus Bock-Müller von der Bremer szenaris GmbH die Currenta GmbH & Co. OHG für ihr excellentes Social Media-Projekt „Nachbarschafft Hilfe“ aus. Was Ende November 2010 der Stern abbildete und als höchsten Luxus pries, die weltbesten Lautsprechersysteme im Werte mehrerer gehobener Eigentumswohnungen, konnten die Gäste von Corporate Media mit eigener Musik selbst erleben und hören. Der audiophile Hochgenuss wurde von der Avantgarde Acoustic Lautsprechersysteme GmbH aus dem hessischen Lauterbach ermöglicht und präsentiert. Deren junge Stuttgarter Agentur fg branddesign war eine filmische Design-Präsentation gelungen, die dem eigentlichen Produkt um nichts nachstand. Nach einer kontaktintensiven MediaNight werden in Kürze die Fotos, Filme, Auszeichnungsdaten und die Termine 2011 abrufbar sein, unter www.corporate-media-masteraward.com. Das Opening soll im März 2010 beginnen, die 23. MasterGallery und Preisverleihung soll am 2. Dezember 2011 stattfinden.

Medientrends & Medienkompetenz - Anwendungstendenzen 2011 (Auszug) Wer seine Informations-, Kommunikations- und Lernziele wirksam erreichen will und Medien- und Kommunikationsexperte ist, hat dafür 2010 Kommunikationsleistung bezahlt und wird sie auch 2011 bezahlen und qualifizieren. Kommunikations- und Medienqualität hat dort deutlich zugelegt – in anderen Bereichen der Wirtschaft und Medienwirtschaft hat sie deutlich abgenommen. Veraltete, schlechte Ausbildungen und Inkompetenz schlagen stärker zu Buche als fehlende Mittel. Kommunikationskompetenz macht Wettbewerbsvorsprung und Lebensqualität. Die Medien- und Distributions-Optionen und die Gewerke sind noch vielfältiger und offensichtlich intransparenter geworden. Kleine wichtige Schlagzeilen abseits von Medienbusiness und Eitelkeiten über virales oder bakterielles Marketing, über Facetten noch komplexerer Intim-Daten-Verarbeitung von Rezipienten am Rande des Datenschutzes, über die Folgen von Kommunikationsfiaskos wie Stuttgart21 oder über die Hoffnungen in mobile Content verdecken größere Themen der sich rapide verändernden Medien- und Informations- und Kommunikationsgesellschaft und der zunehmenden Perfektionierung der Inszenierung von Realitäten. Ohne schnelle Entwicklung früher Kommunikationskompetenz sind eine Vielzahl von Kulturtechniken gefährdet. Noch kann Kommunikationskompetenz Kultureinflüsse moderieren. Tatsache ist inzwischen auch, dass manche ganz großen Mediencluster wie Public Print, Public ICT und Public TV viele Segmente und Dienstleister unersetzbar verloren haben und verlieren. Neue Hinweise kann etwa Free TV inzwischen täglich den Anstrengungen von Google TV oder Microsoft TV entnehmen. Tatsächlich wird die Namensliste künftig zunehmend andere Namen tragen. Aus den Social Media-Entwicklungen lassen sich auch Nutzungsentwicklungen für Unternehmen ableiten. Ein Intranet eines Unternehmens wird nicht mehr eine Dokumentenmanagement-Lösung und ein Collaborationssystem sein, sondern sich aus internen und externen Quellen speisen und zugleich über deutlich mehr Kanäle kommunizieren. Daher werden Grenzen zwischen www, Intranet und Extranet verwischen. Auch Qualifizierung, Weiterbildung und Schule könnte sich zunehmend schneller auf beliebigen Endgeräten jederzeit an jeden Adressaten richten. Zu den aktuellen Beobachtungen und Trends:

Corporate Film, 3D, HD
Unübersehbar sind die leiseren Töne geworden. „Slow Media“ lautete der Trend, der auch in anderen Medien sichtbar wird. Da bleiben Bilder auch mal länger stehen. Bildsprache und Storytelling müssen harmonieren, Übertreibungen polarisieren. Die Richtungen sind grün mit Zitaten zu inneren und äußeren Werten und lassen mehr ästhetische Momente zu. Es menschelt, Authentizität überzeugt. Nicht der Film setzt den Trend, sondern die Erwartungshaltung des Rezipienten. Schulung, Training, Qualifizierung hat sich überwiegend von neuen Wahrnehmungserkenntnissen zugunsten funktionaler Aussagen abgekoppelt – mit beispielhaften Ausnahmen. Archivaufnahmen sind weniger sichtbar geworden als Originalschauplätze. 3D-Darstellungen lassen ins Innere schauen, machen Dimensionen vorstellbarer. HDAuflösungen werden Standard. Die hochauflösende Digitalkamera für Kinogroßprojektion RED und die Anwendung von Profi-DSLR von Canon Mark IV/V, Canon EOS 5D Mark II, setzen medientechnische Akzente.

Musik und Ton
Musik und Ton wurde seltener als eigenes oder additives Wahrnehmungsangebot benutzt und manchmal als notwendiges Beiwerk missverstanden. Gesamtwerke erschwerten es im Idealfall zu merken, war Film und Bild auf Ton geschnitten oder war der Ton auf den Bildschnitt angelegt. Stark verbesserungswürdig.

Social Media und Online-Lösungen
Während Geschäftsberichte zunehmend online abgegeben werden und professioneller erscheinen, ist auch festzustellen, dass Kommunikationsabteilungen bei derartigen Publikationen die digitale Publikation über Online Sites und PDF als das Leitmedium verstehen. Erstmals und beispielhaft wurde Social Media für den Dialog mit dem Kunden, der Öffentlichkeit und dem Nachbarn ausgestaltet und angenommen. Ein Großunternehmen der Chemie- und Pharmaindustrie hat sich damit als helfender Nachbar positioniert. Zunehmend werden im Umfeld von Spezialisten aus Berufsverbünden intelligente nutzerfreundliche Tools für das Betreiben auch weltweit genutzter Datenbanken und Mediendatenbanken entwickelt.

Apps
Strukturen, Standards und die Intelligenz von App-Hilfsprogrammen – von welchen Betreibern auch immer – erfüllen in der Regel minimale Voraussetzungen. Monopole finden Widerstand und lockern sich. In Deutschland und bei Corporate Media sind drei intelligente nützliche App-Lösungen und interessante Geschäftsmodelle aufgefallen: „Berlin erleben mit Marco Polo“, „Dailyme.de“ und „Strom smart nutzen“.

Quelle: Medienreport 03.12.2010 Rolf G. Lehmann – Medienreport Verlags-GmbH, European Masterclass Community, Hegnacher Str. 30, D-71336 Waiblingen, Tel. +49 (0)7151-23331, Fax +49 (0)7151-23338, www.medienreport.de, www.corporate-media-masteraward.com, info@medienreport.de.